Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat einen entscheidenden Schritt für mehr Sicherheit in der Luftrettung durchgesetzt: Auf Basis eines umfassenden Gutachtens des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM), das auf Initiative der CSU-Fraktion in Auftrag gegeben wurde, hat der Ministerrat beschlossen, die Betriebszeiten von Rettungshubschraubern an fünf bayerischen Standorten erheblich auszuweiten. Davon profitiert direkt auch der Christoph 18 in Ochsenfurt (Landkreis Würzburg) – dem meistgefragten Rettungshubschrauber im vergangenen Jahr in ganz Bayern.
Björn Jungbauer arbeitet als ehrenamtlicher First-Responder der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim sehr oft mit den Besatzungen des Christoph 18 zusammen. Das Bild zeigt ihn am Rande eines Einsatzes (Bildquelle: Claudia Haupt).
Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer: „Bisher waren Rettungshubschrauber in Bayern grundsätzlich nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Einsatz. Durch moderne Technologien – darunter verbesserte Nachtsichtgeräte und automatische Hinderniserkennungssysteme – ist es nun möglich, die Flugzeiten signifikant zu verlängern: im Winter bis 20:15 Uhr, im Sommer bis 21:45 Uhr – ein Zuwachs von bis zu drei Stunden täglich. Dies wird Menschenleben retten“
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte das Gutachten bereits im April 2024 beim INM in Auftrag gegeben. Die Finanzierung der bundesweit einmaligen Studie wurde im Haushaltsausschuss von der CSU-Fraktion federführend gesichert – mit Unterstützung der Freien Wähler.
Stimmkreisabgeordneter Jungbauer weiter: „Als aktiver First Responder bei der Freiwilligen Feuerwehr erlebe ich seit 25 Jahren hautnah, was jede Minute im Notfall bedeutet. Im ländlichen Raum sind die Wege weit – und Christoph 18 mit seiner Besatzung aus Ochsenfurt ist oft das entscheidende Glied in der Rettungskette für schnelle Hilfe.“
Holger Dremel (MdL), innenpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion, betont: „Sicherheit darf keine Frage der Uhrzeit sein. Ein Rettungshubschrauber, der in den Abendstunden nicht fliegen darf, kann im Ernstfall Leben kosten – das war nicht länger hinnehmbar." Björn Jungbauer ergänzt:“ Wenn der Hubschrauber in den Abend- und Dämmerungsstunden am Boden bleiben musste, war das für uns eine spürbare Lücke. Diese Lücke schließen wir jetzt – und das ist ein echter Erfolg der CSU für die Menschen auch in der Region rund um Würzburg."
Alfred Grob (MdL), Sprecher für Polizei- und Sicherheitsthemen der CSU-Fraktion: „Die Ausweitung der Luftrettungszeiten ist ein klares Bekenntnis zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Bayern – Stadt wie Land. Damit retten wir Woche für Woche Menschenleben."
Bayern verfügt mit 15 Luftrettungsstandorten und insgesamt 11 Rettungshubschraubern sowie 4 Intensivtransporthubschraubern über das dichteste Luftrettungsnetz aller deutschen Bundesländer. Christoph 18 versorgt von seinem Standort an der Main-Klinik in Ochsenfurt aus ein weiträumiges Gebiet mit Schwerpunkt in Unterfranken, von der Rhön bis nach Hessen und in den Raum Nürnberg. Allein im Jahr 2025 absolvierte er 1.942 Einsätze (davon 42 Prozent Unfälle, 23 Prozent Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkte, 12 Prozent neurologische Notfälle, wie z.B. Schlaganfälle). Mit der Betriebszeitverlängerung soll das Ziel erreicht werden, Luftrettung in Bayern ganzjährig von ca. 6:00 bis 23:00 Uhr sicherzustellen – ein Meilenstein für die Versorgungssicherheit, insbesondere im ländlichen Bayern.