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27.07.2026

Nächster Schritt für die Sicherstellung für die Zukunftsfähigkeit der Main-Klinik Ochsenfurt

Modernisierung der Energiezentrale

Vergangene Woche hat das Bayerische Kabinett das Jahresbauprogramm der Bayerischen Kliniken behandelt. Stimmkreisabgeordneter Björn Jungbauer (CSU) freut sich, dass auch die notwendige Modernisierung der technischen Infrastruktur der Main-Klinik Ochsenfurt freigegeben wurde.



Die Main-Klinik Ochsenfurt befindet sich auf einem klaren Entwicklungskurs: Erst im April 2025 wurde der neue Pflegetrakt feierlich eröffnet. Der Neubau bietet 98 moderne Betten und überzeugt mit einem durchdachten Raumklima- und Sonnenschutzkonzept – mit leistungsfähiger Kühlung für die Sommermonate sowie einem integrierten Sonnenschutzkonzept, das Patientenwohl und Energieeffizienz gleichermaßen in den Blick nimmt.

Nun steht die Main-Klinik vor einer der bedeutendsten infrastrukturellen Investitionen ihrer Geschichte: die grundlegende Modernisierung der Energiezentrale. Der Handlungsbedarf ist dringend. Die technische Infrastruktur der bestehenden Energieversorgung stammt aus dem Jahr 1994 – und hat damit das Ende ihrer wirtschaftlichen und technischen Lebensdauer längst erreicht. Ersatzteile sind teilweise nicht mehr verfügbar, was den laufenden Betrieb zunehmend gefährdet. Noch schwerwiegender: Mit der bestehenden Technik ist das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 schlicht nicht erreichbar. 

Das Projekt verfolgt dabei klare Ziele: Im Mittelpunkt steht die dauerhafte Sicherstellung des Klinikbetriebs für die kommenden Jahrzehnte – technisch zuverlässig, wirtschaftlich tragfähig und gesetzeskonform. Der Baubeginn ist für Ende 2026 geplant; der voraussichtliche Projektabschluss ist für Mitte 2030 vorgesehen.
Die bisherige, konventionelle Energieversorgung wird daher vollständig ersetzt. Kernstück des neuen Systems ist eine Wärmepumpenkaskade und ein Geothermiefeld als nachhaltige Wärmequelle und -speicher. Zwei Dualstoffbrenner sichern die Spitzenlastabdeckung, Kältemaschinen übernehmen die Kälteversorgung. Eine Photovoltaikanlage ergänzt das System durch regenerative Eigenstromproduktion. Damit werden Heizflächen, Kühlflächen, Lüftungsanlagen sowie die Trinkwassererwärmung zuverlässig versorgt.

Da die Umstellung auf eine elektrisch betriebene Energieversorgung den Leistungsbedarf der Klinik deutlich erhöht, werden zudem eine neue Fertigteil-Trafostation, neue Transformatoren sowie die elektrische Hauptversorgung grundlegend erneuert.

Parallel dazu wird die Trinkwasser- und Medienversorgung vollständig angepasst: Eine neue Trinkwasserzentrale im Südflügel, die Umstellung des Hausanschlusses, die Anpassung der Medienversorgung sowie die Vorbereitung des späteren Rückbaus des Installationsgangs runden das Gesamtpaket ab. Flankiert werden all diese Maßnahmen durch den Neubau eines Lager- und Maschinengebäudes.

„Die Modernisierung der Energiezentrale der Main-Klinik Ochsenfurt ist ein Meilenstein für die medizinische Versorgung in unserer Region. Wir investieren nicht einfach in Technik – wir investieren in die Verlässlichkeit unseres Gesundheitssystems vor Ort. Mit dem Ausbau der Main-Klinik entsteht ein moderner Gesundheitsstandort – nachhaltig, effizient und patientenorientiert," so Abgeordneter Björn Jungbauer.

Das Gesamtprojekt „Energiezentrale“ umfasst Kosten in Höhe von 17,6 Millionen Euro, wovon rund 11,4 Millionen Euro als förderfähig anerkannt werden. Die verbleibenden 6,2 Millionen Euro nicht förderfähiger Kosten trägt der Landkreis Würzburg. Der Baubeginn ist für Ende 2026 geplant; der voraussichtliche Projektabschluss ist für das Jahr 2030 vorgesehen.